Jahresrückblick 2025: Am Ende wird doch alles gut – wir sind drin!
Ja, wir haben es tatsächlich geschafft. Ich kann es selbst noch kaum glauben, doch wir sind in diesem Jahr endlich in unser Holz-Traumhaus eingezogen. Zwar lange noch nicht fertig, aber wir sind drin! Über sechs Jahre, nachdem wir unser Grundstück gekauft haben, beenden wir endlich diese Odyssee und ich kann es selbst noch gar nicht so recht glauben. Neben dem Hausbau ist natürlich auch noch eine ganze Menge anderes passiert, wir haben Glimmer und Energie gesammelt und ich habe Routinen lieben gelernt (auch wenn ich sie weiterhin hasse, weil laaaaangweilig!). In der Familienakademie konnte ich in diesem Jahr nicht viele Projekte realisieren, doch unser Zwergencafé Kreis war mir schon das sechste Jahr in Folge eine willkommene Konstante. In diesem Jahresrückblick erzähle ich von den Herausforderungen und Hürden, die wir gemeistert, den Lichtblicken und Abenteuern, die wir erlebt haben und was mir geholfen hat, dabei nicht durchzudrehen. Natürlich spanne ich nicht zu sehr auf die Folter und beginne mit dem ganz großen Thema: Unser Haus ist (bezugs-)fertig!
Meine Themen und Highlights in 2025
Unser Holzhaus wird endlich fertig!
„Dieses Jahr ziehen wir endlich um.“ – Wie oft habe ich diesen Satz in den letzten 5 Jahren gesagt? Als wir 2019 unser kleines Hinterland-Grundstück kauften, hatten wir noch angenommen, dass wir spätestens Ende 2020 einziehen können. Und dann kam alles anders. Eine weltweite Pandemie, Krieg in Europa und alle Rattenschwänze an Multikrisen haben neben persönlichen Schicksalen und einem Haufen Bürokratie unseren Bauprozess so sehr in die Länge gezogen, dass unser 2019 kalkuliertes Baubudget lange vor Fertigstellung aufgebraucht war. Doch dieses Jahr sollte es endlich soweit sein. Der Rohbau war zu Beginn des Jahres soweit abgeschlossen und dank meiner Schwiegermutter sollten wir zumindest Bezugsreife schaffen. Nach drei Umzügen (in 2020, 2022 und 2023) in Übergangslösungen – unsere Freunde trauten sich teilweise gar nicht mehr zu fragen, wie es ums Haus steht -, starteten wir zuversichtlich ins Jahr 2025. Ob wir einen Umzug in den Sommerferien schaffen?




Realistisch war das sicher nicht. Denn neben einem Vollzeitjob plus Pendeln und der Notwendigkeit zu Schlafen waren die beim Lieblingsmann wöchentlich verfügbaren Arbeitsstunden begrenzt. Trotz elektrischem Heizlüfter war es kalt, die Zumutung fürs Kind (noch) zu groß, hier viele Stunden am Stück Zeit zu verbringen.
Das änderte sich im Frühling. Die Temperaturen wurden milder, die Outdoor-Küche wurde eingerichtet und auch den Garten konnten wir schon ein Stück weit genießen. Während der Lieblingsmann immer wieder sagte „Wir müssen endlich mal Rasen mähen“ gelang es mir, den mähfreien Mai auf einen mähfreien Juni auszuweiten. Der Kompromiss bestand darin, im Juli nur einen Weg nach hinten frei zu schneiden und ansonsten dieses Ökosystem noch so zu belassen wie es ist. Ein Paradies für alle möglichen Krabbelviecher, Wildbienen, Vögel und Eichhörnchen.





In den Sommerferien konnten wir dann richtig Gas geben: Drei Wochen gemeinsam frei, der Frosch immer wieder für mehrere Tage auf „Urlaub“ bei Oma, Opa und Lieblingstante. Wir gaben dem Heizungsbauer das „Go“ für die Installation der Frischwasser-Leitungen und der Heizungsanlage. Vielleicht schaffen wir es noch bis zum Beginn des neuen Schuljahres?







In den Sommerferien liefert die Heizungsfirma immerhin noch alle Geräte an, die aber noch eine ganze Weile im Wohnzimmer rumstehen sollten. Immer wieder werden wir vertröstet, doch zum Glück gibt es noch viele andere Dinge zu tun. Der Lieblingsmann kommt körperlich immer wieder an seine Grenzen. Ganz viel Energie geben die Tage, an denen wir Unterstützung haben. Meinen Aufrufen zu kostenlosen Workouts folgen vor allem Menschen aus der Leichtathletik-Abteilung der SG Süd. Wie schnell da plötzlich ne Tonne Estrich-Platten im Obergeschoss war! Nebenbei baut bzw. verdrahtet der Lieblingsmann die Elektroanlage und verbringt sehr viel mehr Stunden auf der Baustelle als der Frosch und ich.





Wir erfahren, dass wir für einen Einzug auf jeden Fall noch unsere Versickerungsanlage bauen müssen. Also noch mehr Erde bewegen, zwei Löcher buddeln und zum Teil wieder füllen. Beim Groben hilft nochmal der Bagger, die Feinheiten, die Kisten und der Kies gehen von Hand. Während wir immer noch auf die Heizungsbauer warten, fangen wir an es uns richtig schön zu machen. Wir finden über eine Freundin eine wunderschöne gebraucht Couch zu einem unschlagbaren Preis und entscheiden spontan, dass wir sie nehmen und einfach auf den Estrich stellen. Dann müssen wir halt ein bisschen (mehr) Möbel rücken für die letzten Schritte. Wir streichen die Wände, verlegen die Bodenbeläge, der Lieblingsmann baut das Badezimmer fertig, nach und nach wandern Steckdosen und Lichtschalter in die Wände, wir hängen Lampen auf. Die ersten Umzugskartons mit Büchern und Gesellschaftsspielen wandern ins Haus. Es wird wohnlich, aber ohne Anschluss ans Wassernetz keine Heizung und kein Einzug in Sicht.
Der Geburtstag vom Frosch rückt näher und ein großer Wunsch von uns allen ist, diesen im Haus zu feiern. Da die Heizungsbauer auch in den Herbstferien nicht kommen, werden wir zunehmend nervös. Eine Halloween-Party wird es zwar nicht mehr, aber am 14.11.2025 läuft das Wasser und die Heizungsanlage. Die erste (Kinder-)Party kann also wirklich am nächsten Tag wie geplant mit funktionierendem WC und Wasser zum Händewaschen stattfinden. Der Frosch ist selig, während der Lieblingsmann und ich am Rande der Panik wandern. In der Woche vor der Party hatten wir Post vom Bauamt bekommen und die Feuerwehr machte wieder ein altes Fass auf. Mitten in der Grippewelle mussten wir also nochmal einen Ortstermin organisieren, Lösungen erarbeiten und dann nochmal bibbern, ob diese für eine Freigabe der Nutzung ausreichen würden. Wir hatten auch bereits helfende Hände für den großen Umzugstag organisiert. Drei ganze Tage vor diesem Stichtag kam der erlösende Anruf vom Bauamt: „Sie dürfen am Wochenende einziehen!“.








Und so haben wir es in 2025 tatsächlich geschafft. Am 7.12.2025 haben wir die erste Nacht im Haus geschlafen, uns eingerichtet und so manches Provisorium errichtet. Wir haben an Weihnachten Besuch inkl. Übernachtung hier willkommen heißen können und dürfen endlich ankommen. Die Schlüsselübergabe der alten Wohnung zwischen den Jahren verlief reibungslos, auch wenn nochmal zwei Wagenladungen Zeugs und Kisten ins Haus wandern und verteilt werden mussten. Nun haben wir Zeit, uns hier einzurichten, unser Nest so richtig schön zu machen und so einige Schätze in lange eingelagerten Kisten zu finden. Auch am 1.1.2026 habe ich noch nicht so richtig realisiert, dass diese Odyssee nun endlich geschafft ist.
Gesundheit, Bewegung & Routinen
Mit Judith Binias und ihrem Angebot Happy Winter Habits habe ich mich im vergangenen Winter daran gewagt, mir gute Routinen für Bewegung und Ernährung aufzubauen. Ich will und sollte „mehr Sport“ machen, ich mein ich bin inzwischen 40 und mein Körper soll bitte noch ne ganze Weile fit bleiben. Der Ausblick auf den Endspurt im Haus, motiviert mich sogar zu Kraft-Training. Zugegebenermaßen nutze ich über den Sommer lieber Estrich-Platten und Boden verlegen lieber als Hanteln. Jetzt wo das Grobe und auch das große Schleppen beim Umzug erledigt sind, dürfen die Gewichte gerne wieder in Bewegungsroutinen aufgenommen werden. Dank Judith sehe ich auch, dass mein Alltag schon voller Bewegung ist: Fahrrad statt Auto für Arbeitswege und Erledigungen, viele Schritte im Brotjob, ständiges Bücken, Schleppen, Hinknien und Aufstehen auf der Baustelle.
Ich habe Freude an Bewegung und beim Muddyangel Run lecke ich Blut. Ja, ich will wieder 5km am Stück rennen können! Ich schaffe es sogar zeitweise, eine kleine Lauf-Routine aufzubauen und die Trainingszeiten vom Frosch dafür zu nutzen. Diese Zeiten nutzen wir später im Jahr stattdessen öfters für kurze Trips zum Baumarkt. Den Aufbau einer Sport-Routine im Alltag nehme ich weiter mit ins Jahr 2026. Andere Routinen sitzen gut, wie zb das tägliche Vollkorn-Käse-Brot mit Salat in meiner Brotdose oder das Müsli mit Chiasamen und Haferkleie am frühen Morgen als erstes Frühstück. Also zumindest an normalen Arbeitstagen. An Wochenenden oder Urlaubstagen fehlen mir die Anker, die allerdings sofort wieder greifen, sobald der Alltag einzieht.
In 2025 habe ich Routinen irgendwie endlich lieben gelernt. Ich habe da eine gewisse Abneigung, weil mein Gehirn da immer so schnell schreit: „Laaaaaangweilig!“ Gleichzeitig machen Routinen so vieles so viel einfacher. Meine allerliebste Routine, auf die ich mich in 2026 schon sehr freue, ist die Pfannkuchen-Küchenparty montags nach dem Zwergencafé, bevor ich in die MEinklang Session mit Kathrin Borghoff und ihrem Team hüpfe (dazu weiter unten mehr).












Zwergencafé-Community & Spezialcafés
Zu Beginn des Jahres stellen Judith und ich unser Zwergencafé-Angebot um. Denn wir wollen endlich wieder Themencafés machen. Zusätzlich zu den wöchentlichen Einzeltickets gibt es nun auch ein Mitgliedschaftsmodell, in der das Spezialcafé des Monats bereits enthalten ist. Gleichzeitig ist natürlich die Einzelbuchung der Events weiterhin möglich. Wir feiern jeden Montag unseren Kreis von Familien und die Zwerge, die wir regelmäßig sehen und nun teilweise schon über Jahre begleiten dürfen. Übers Jahr gesehen haben wir Feste gefeiert, z.B. Karneval, St. Martin und Nikolaus, übers Tragen und Stillen gesprochen, darüber wie wir Kinder gegen Mobbing stärken können ohne dabei während der zahlreichen Autonomiephasen völlig auszubrennen. Die großen und die kleinen Themen des Alltags mit (Klein-) Kindern kommen bei uns auf den Tisch und wir lieben den Austausch genauso wie die Gemeinschaft der „üblichen Verdächtigen“ und die vielen Gesichter, die über die Jahre immer wieder zu uns kommen.
Im Herbst wird Judith bewusst: Zum Jahreswechsel wird das Zwergencafé schon 10 Jahre alt. Ich selbst bin seit inzwischen 6 Jahren mit dabei und gemeinsam ermöglichen wir damit Familien im Duisburger Süden einen Ort, wo sie Freundschaften und ihr Dorf finden, das wir brauchen um unsere Kinder groß zu ziehen.






Wasserfeste Motorrad-Familie
Uns war schon zu Beginn des Jahres klar, dass wir in 2025 keine große Tour fahren können und der Urlaub im Sommer zugunsten des Hausbaus ausfallen wird. Doch kleine Ausfahrten und Abenteuer haben wir uns über das Jahr verteilt ermöglicht: Die Teilnahme beim Hönnetrail im März und somit mein erstes Mal Offroad mit der neuen Maschine, ein langes Familien-Wochenende in Belgien beim Tesch-Treffen Ende April sowie eine Wochenendtour auf der Straße, die der Lieblingsmann und ich zwar gleichzeitig, aber an unterschiedlichen Orten in Luxemburg gefahren sind.
Beim Hönnetrail habe ich festgestellt, dass Endurofahren wie Fahrradfahren ist und vieles mit der neuen kleinen Maschine sehr viel smoother als mit dem Dickschiff. Eingestellt auf ein kaltes Wochenende im Sauerland wurde es dieses Jahr überraschend warm. Beim gebuchten Anfänger-Training hat sich mein Körper an vieles wieder erinnert und ich konnte ein gutes Gefühl für meine neue Maschine entwickeln. Nach immerhin gut 8 Jahren Pause bin ich ziemlich stolz auf meinen Wiedereinstieg in den Schotter.





Beim Tesch-Travel-Treffen Ende April hat der Frosch seine Wetterfestigkeit unter Beweis gestellt. Schon morgens beim Aufrödeln der Motorräder regnete es und es sollte den ganzen Tag nicht aufhören. Die Hoffnung, aus dem Regen in Richtung Belgien herauszufahren im Herzen, kamen wir nach einer langen und anstrengenden Tour abends völlig durchnässt an. Lediglich der Frosch hatte nur nasse Hände und war ansonsten zumindest innen noch trocken geblieben. Belohnt wurden wir mit einem langen und sonnenreichen Wochenende voller guter Gespräche, spielenden und rumstromernden Kindern, einer kleinen Sightseeing-Tour und entspannten Stunden auf der großen Wiese. So tanken wir als Motorrad-Familie gerne unsere Akkus auf!








Weitere schöne und besondere Momente in 2025





















Mein 2025-Fazit
Worauf bin ich 2025 stolz?
2025 hat uns einiges abverlangt. Besonders stolz bin ich daher auf meinen Mann und unsere Ehe und dass wir das mit dem Haus durchgezogen haben. Was soll uns jetzt noch erschüttern, wenn wir fünf so harte Jahre geschafft haben?
Ich bin stolz auf meinen Sohn, wie er die Schule rockt, sich behauptet, wie viel Freude er an Bewegung hat und was für coole Bau-Ideen er sowohl mit Lego als auch bei Minecraft umsetzt. Außerdem ist er der beste Sozius der Welt, zumindest für ca. 45 Minuten. Danach müssen wir eine Pause machen, damit er nicht auf dem Bock einschläft.
Ich bin stolz auf Judith, die in 2025 unzählige Löwenkinder gestärkt und für 2026 schon nahezu ausgebucht ist.
Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?
Im September habe ich es endlich gewagt und mich für MEinklang und regelmäßige Embodiment-Sessions bei Kathrin Borghoff angemeldet. Seit dem schüttele, klopfe und tanze ich mir den Stress und die Anspannung (fast) jeden Montag Abend aus Körper und Seele heraus. Getrieben von der Frage, wie ich denn eine gute Stressmanagement-Trainerin verkörpern kann, wenn ich selbst so sehr in meiner Erschöpfung festhänge, erkenne ich nach wenigen Sessions, dass da noch stille Reserven und Ressourcen sind, die aktiviert werden können.
Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
- Ich brauche und hassliebe Routinen und bin neugierig, welche ich noch in meinen neuen Alltag aufbauen kann.
- Bewegung tut mir gut und macht Freude! Sport muss nicht weh tun, um effektiv zu sein.
- Ich habe Wellen im Haar und mich in diesem Jahr das erste Mal an die Curly-Girl Methode getraut. Wenn das nicht so zeitaufwändig wäre, würde ich meine Haare durchaus gerne öfter so stylen.

Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt/gemacht.
- Mein erstes Mal bei der Blümchenpflücker-Mädelstour war einfach grandios. Ein Wochenende mit starken und zauberhaften Frauen, über 500 km bis nach Luxemburg und zurück, einige km und Höhenmeter gewandert, eine lustige und wundervolle Zeit verbracht. So ganz ohne Männer. Das war inspirierend!
- Nach über 20 Jahren Mitgliedschaft wurde ich dieses Jahr das erste Mal vom ADAC abgeschleppt. Die Kupplung vom roten Flitzer hat sich verabschiedet und so hieß es eine Weile auf den gelben Engel warten. Ganz unkompliziert und freundlich, trotzdem ein sehr aufregender Abend!
- Im zweiten Halbjahr habe ich endlich wieder Elternabende für unsere Kooperationspartner in der Region durchgeführt. Nach langer Pause und entsprechendem Lampenfieber habe ich schnell wieder in die Rolle eingefunden und beschlossen, dass ich das wieder öfter machen möchte. Ich freue mich schon jetzt auf die nächsten Termine im ersten Halbjahr 2026 in Mülheim a.d.Ruhr, Ratingen und online.
- Beim Hausbau hab ich unzählige Dinge zum ersten Mal gemacht oder benutzt. Mit der Kreissäge konnte ich mich nicht anfreunden, dafür mit der Kappsäge, mit der man sehr gut Laminat-Platten kürzen kann.
- Dieses Jahr haben Judith und ich uns das erste Mal eine große Sommerpause beim Zwergencafé gegönnt. Diese Pause war einerseits viel zu lang und gleichzeitig doch so notwendig.
- Ich habe Nagelfolien-Maniküre für mich entdeckt. Seit vor der Geburt vom Frosch nutze ich keinen Lack mehr. Einmal in den letzten 8 Jahren hatte ich einen Anflug, war aber sehr angeekelt vom Gestank und habe es schnell wieder aufgegeben. Meine Nägel sind sehr weich und brechen schnell. Nach der Fertigstellung vom Haus wollte ich das wieder angehen. Doch ich entschied mich schon im Sommer dazu und siehe da: Kein Knabbern, Knibbeln und Hautverletzungen mehr, kein abgebrochenen Nägel mehr auf der Baustelle. Perfect Match! Und ein schöner Anker, meiner besten Freundin die neuen Farben und Designs rüber zu schicken und kurz einzuchecken.




Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?
- Ich liebe und brauche die Gemeinschaft und diesen zauberhaften gegenseitigen Support von Frauen. In diesem Jahr beschäftige ich mich viel mit Feminismus, lese bzw. höre Bücher und verabschiede mich weiter von dieser giftigen internalisierten Frauenfeindlichkeit, die uns neiden, lästern, zicken und uns gegenseitig fertig machen lässt, statt uns zu stärken.
- Bei allem Feminismus ist es okay, (vorübergehend) in traditionelle Rollenmuster zu rutschen. Während es mich 2024 noch hart fertig macht, fast ganz alleine für Haushalt und Carearbeit zuständig zu sein, finde ich 2025 eine Art Frieden. Der Lieblingsmann baut neben seinem Vollzeitjob unser Haus und trägt einen ganz anderen Mental Load als ich. Ich übe mich in diesem Jahr also in Verständnis und Vertrauen, dass diese Lebensphase vorbei geht. Und er hält über Wochen ungesaugte Böden aus.
- Es ist okay und wichtig, um Hilfe zu bitten. Es fällt mir immer noch schwer, aber ich habe das im vergangenen Jahr fleißig geübt.
Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
Da sind so viele Menschen, Situationen und Dinge, für die ich 2025 dankbar bin.
- Die Kraft, Ausdauer, Kreativität und Expertise vom Lieblingsmann
- (Live-)Musik,
- die vielen Helfenden und viele Arten zu Helfen beim Hausbau,
- den Quatsch vom Frosch,
- die Schätze der Natur,
- Streaming-Dienste und mobile Hotspots,
- ein Brotjob, bei dem ich mein Kind zur Not einfach mitbringen kann,
- ein köstlicher, intensiver und lustiger Abend mit meiner allerbesten Freundin,
- starke Frauen an meiner Seite,
- zauberhafte Kolleg:innen im Brotjob und im Herzensbusiness.
- Judiths Geduld und Verständnis und Vertrauen, dass ich in diesem Jahr meine Energie ins Haus und zu wenig in unser Herzensbusiness gesteckt habe. 2026 wird das definitiv wieder anders!
Was waren meine größten Herausforderungen in 2025?
Besonders herausgefordert hat mich dieses Hin- und Hergerissen sein zwischen Hausbau, Haushalt und Kind. Zu sehen, wie sich der Lieblingsmann abrackert, alle Energie ins Haus steckt und über seine Grenzen geht, hat mich manches Mal mit großer Sorge erfüllt. Gleichzeitig musste ich dafür sorgen, dass wir in unserer Wohnung nicht in Dreckwäsche Staub ersticken und regelmäßig gut essen. Der Frosch ist viel zu oft viel zu kurz gekommen und hatte verständlicherweise sehr häufig so gar keinen Bock auf Baustelle. Ich darf gar nicht so viel darüber nachdenken, sonst kickt das schlechte Gewissen wieder. Ich hätte mehr Spieledates, mehr die Großeltern und überhaupt mehr Zeit selber mit ihm verbringen müssen und deutlich weniger die Bildschirme nutzen sollen. Der Hausbau hat viele Zumutungen mit sich gebracht – für uns alle!
Was ist 2025 richtig gut gelaufen?
Richtig gut gelungen ist dem Frosch und mir das „Schulmanagement“ – er war immer pünktlich, nur einmal hat er den Sportbeutel vergessen und einmal seine Brotdose zu Hause liegen lassen. Uns zu Gute kommt, dass der Frosch seit dem neuen Schuljahr keine Hausaufgaben mehr hat. Die wenigen Male, die er nacharbeiten musste, haben wir mit Hilfe von Strategien von Caroline St. Ange gut gemeistert. Im neuen Jahr brauchen wir neue Routinen zum Lesen und Lernwörter üben.



Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme es nicht mit in 2025?
Zurücklassen in 2025 möchte ich diese immer wieder flüsternde Stimme, die mir einredet, nicht gut genug zu sein oder so ein wunderschönes Haus nicht verdient zu haben. Das Einigeln und alles mit mir selber aus machen, statt in den Austausch zu gehen und mir Unterstützung reinzuholen, begleitet mich schon mein Leben lang und viel zu leicht und schnell schlittere ich noch hinein. Im neuen Jahr und endlich im Haus angekommen werden wir wieder sehr viel mehr Zeit und Energie für unsere Freunde und Familie haben, unser soziales Netz ausbauen und endlich hier im Stadtteil ankommen.
Mein 2025 in Zahlen
- Instagram-Follower: 770
- Anzahl Newsletter-Abonnent:innen: 94
- Rausgeschickte Email-Newsletter: 17
- Durchschnittlich am Tag gelaufene Schritte: 6.823 (aufgezeichnet ab Juli)
- Gelesene Bücher bei Kindle: 35
- Hörbücher bei Audible: 7
Mein Ausblick auf 2026
Was ich 2026 anders (besser) mache
- Wie so oft in den letzten Jahren gilt es nun nach dem Einzug ins Haus wieder: Neuer Alltag = neue Routinen. Da die To-Dos „Kind zur Schule bringen“ und „Kind von der Schule abholen“ nun weitestgehend wegfallen, gewinne ich eine gute Stunde am Tag selbstbestimmte Zeit dazu.
- Der Fokus wird wieder mehr aufs Business rücken dürfen und ich freue mich darauf, im Arbeitszimmer einen schönen kleinen Arbeitsplatz für mich einzurichten.
- In 2026 will ich wieder mehr Social Media Content mit Mehrwert machen und die Insta-Community wieder wach rütteln.
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Unser Wurzeln & Flügel Jahr beginnt früh, denn schon am Samstag, dem 03.01.2026 findet am Nachmittag das erste Virtuelle Lagerfeuer unter dem Motto „Gelassenheit im Familienalltags-Wahnsinn!?“ statt. Hier kannst du online und ortsungebunden via Zoom dabei sein.

Am Montag, dem 5.1.2026 starten wir mit dem Zwergencafé in unser Jubiläums-Jahr. Das Zwergencafé wird schon 10 und die Familienakademie wird sechs Jahre alt. Dies feiern wir mit einem Familientag im evangelischen Gemeindehaus Duisburg-Huckingen . Euch erwartet ein entspanntes Familien-Frühstück, Schnupperkurse und -workshops, ein Workshop mit Special Guest Kathrin Borghoff, die kleine Zirkusschule von und eine LED-Show mit Flow-Arts-Künstlerin Sunny Imperfektion.



Darüber hinaus wirst du mich grundsätzlich jeden Montag von 15 bis 17 Uhr beim Zwergencafé oder unseren Spezialcafés im Gemeindehaus treffen können. Unser Kreis aus üblichen Verdächtigen freut sich immer über neue Gesichter und Familien.
Im ersten Halbjahr sind schon einige Elternabende und -Workshops mit mir in Familienzentren über unsere Kooperationspartner in der Region terminiert:
- Samstag, 31.01.2026, 19.30 bis 21.45 Uhr „Abschied von der Windel“ Online via Zoom, kostenloses Angebot über das Evangelische Familienbildungswerk Ratingen und dem Familienzentrum der Johanniter in Erkrath. Infos & Anmeldung.
- Samstag, 28.03.2026, 10 bis 12 Uhr, „Gelassenheit im Familienalltags-Wahnsinn“, kostenloses Angebot über das Evangelische Familienbildungswerk Ratingen im Familienzentrum Erfurter Str., Ratingen-West. Infos & Anmeldung.
- Dienstag, 28.4.2026, 19 bis 21.15 Uhr, „Gelassenheit im Familienalltags-Wahnsinn“, Online via Zoom, kostenloses Angebot über die evangelische Familienbildungsstätte Mülheim a.d. Ruhr und dem Familienzentrum Speldorf-West. Infos & Anmeldung.
Für Fragen rund um artgerechte Säuglingspflege und gehirngerechte Begleitung deines Klein- und Kindergartenkindes biete ich Einzelberatung online oder „to-go“ an, d.h. wir treffen uns draußen in der Natur für dein Beratungsanliegen. Bei Bedarf sende mir eine Email an wiebke@familienakademie-duisburg.de, schildere mir kurz worum es in etwa geht und wir vereinbaren einen Termin.
Aktuell vergebe ich einen Platz für mein Gelassenheits-Coaching, das heißt ich begleite dich intensiv 1:1 über einen Zeitraum von drei Monaten raus aus deiner Stress-Spirale. Wir treffen uns wöchentlich online oder „to-go“ in der Natur und schauen ganz genau hin, welche Stellschrauben du drehen kannst und wie du dir mehr Leichtigkeit, Gelassenheit und mentale Gesundheit in deinen Alltagswahnsinn holen kannst. Buch dir hier ein kostenloses Erstgespräch und wir finden gemeinsam raus, ob wir zusammenpassen und ich dich ein Stück begleiten darf.
Meine 7 Ziele für 2026
- Vier oder mehr virtuelle Lagerfeuer zu diversen Themen. Fest steht schon das zweite Thema „Mental Load“, allerdings noch kein Termin.
- Eine Sommer-„Aktion“ mit Judith – Wir haben eine Anfrage, aber noch keine Zeit für eine Ausarbeitung gefunden. Ob das in 2026 noch realisierbar ist?
- Eine Neuauflage unseres Online-Gruppen-Coachings, denn Judith holt 2026 mit ihrer Ausbildung zur Embodimentorin ein neues „Tool“ in unser Angebot.
- Sechs oder mehr neue Blogbeiträge (denn das Schreiben hat wieder sehr viel Spaß gemacht und darf wieder in meine Abläufe integriert werden!)
- 24 Newsletter an unsere Abonnent:innen
- Im Haus soll und wird natürlich einiges passieren. Wirklich schön wäre, wenn wir zum Sommer hin die Terrasse und einen Teil vom Garten realisieren könnten.
- 5km am Stück rennen und mindestens einen Wettlauf absolvieren
- Mein Motto für 2026 heißt: Ankommen, Wurzeln schlagen und wachsen!
Dieser Jahresrückblick ist im Rahmen der Jahresrückblog Aktion von Judith Peters entstanden. Danke für den Support, die tolle Vorbereitung und die Motivation, am Ende dieses aufregenden Jahres nochmal alles schreibend Revue passieren zu lassen.

